Tipps und Infos zu Computern und EDV





Unsere lieben Computer sind leider große Energiefresser.

Um ihren Verbrauch zu zähmen, sind unter nachfolgendem Link ein paar Tipps zusammengetragen.
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Im Grunde sind Flachbildschirme gegenüber ihren großen Brüdern, den Röhrenbildschirmen, bereits um einiges sparsamer. Doch es lässt sich noch mehr einsparen, indem der Flachbildschirm dunkler eingestellt wird.
Denn von Werk aus ist die Helligkeit in vielen Fällen sehr hoch eingestellt - oftmals heller als wirklich benötigt wird.

Folgende Beispiele belegen den Einspareffekt:
  • Mein eigener Flachbildschirm ist laut Herstellerangabe mit 45 Watt max. Leistungsaufnahme angegeben, die aber im Prinzip nie erreicht wird. Ist die Helligkeit auf 100% eingestellt, so benötigt er ca. 32 Watt. Stelle ich ihn auf eine völlig ausreichende Helligkeit (ca. 20% bis 30%) herunter, so benötigt er nur noch 21 Watt. Also ganze 11 Watt eingespart!
  • Von einem Besucher erhielt ich die Information, dass sein 21-Zoll Display (NEC 2180UX) auf maximaler Helligkeit 51 Watt benötigt. Regelt er die Helligkeit auf einen azeptablen Wert herunter, so nimmt das Display nur noch 26 Watt auf. Unglaubliche 25 Watt Ersparnis!
Es lassen sich also teilweise bis zu 50% der Leistung bzw. Energie einsparen, wenn ein Flachbildschirm in der Helligkeit herunterregelt wird.

Bei Röhrenbildschirmen und Röhrenfernsehern funktioniert diese Maßnahme übrigens auch, einfach ausprobieren und messen!
 


Es gibt nur noch wenige Haushalte oder Firmen, die nicht über Computer mit Internetanschluss verfügen. Diese Kommunikationsmöglichkeit sollte daher bevorzugt genutzt werden.
Sie bietet den Vorteil, dass Informationen viel schneller am Empfänger ankommen als dies auf herkömmlichen Weg möglich wäre.

Doch worin besteht der Energiespareffekt?
Auf herkömmlichem Weg wird z.B. ein Dokument in einer Firma A am Computer erstellt, ausgedruckt, zur Post gebracht und von dieser an den Bestimmungsort B zugestellt. An diesem werden die Informationen in manchen Fällen wieder eingescannt und in einem Computersystem der Firma B archiviert.

Würde das Dokument direkt per Email versandt, so würde zwar Energie für die Zustellung der E-Mail benötigt, doch diese Energiemenge ist sehr gering. Das ausdrucken, transportieren und eventuelle einscannen eines Dokumentes benötigt eine weitaus höhere Energiemenge. Hierbei sollte nicht vergessen werden, dass für die Herstellung von Papier auch Energie benötigt wird (ca. 0,05 kWh pro Blatt Frischfaserpapier; ca. 0,02 kWh pro Blatt Recyclingpapier; Quelle: http://www.papiernetz.de).
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Ein normaler Computer mit großem Röhrenmonitor bezieht gnadenlos Energie aus der Steckdose:
über 200 Watt im Normalbetrieb ist leider keine Seltenheit!

Da auch die meisten Computernetzteile - vor allem billige Netzteile - erschreckend geringe Wirkungsgrade von nur 50% bis 75% haben, geht schon im Netzteil sehr viel Energie verloren.
Benötigen die Computerkomponenten wie zum Beispiel CPU, Festplatte, Mainboard,... zusammen 60 Watt, so wird bei 50% Wirkungsgrad des Netzteiles nochmals 60 Watt im Netzteil verbraten!

Wesentlich sparsamer - aber oftmals genauso schnell - sind Laptops, da diese insgesamt nur ca. 30 bis 50 Watt Leistungsaufnahme benötigen. Leider sind Wartungen und Aufrüstungen bei Laptops entweder teuer oder gar nicht möglich.

Auf dem Markt sind auch Barebone-PCs ("Mini-Computer") mit Laptop-Prozessoren erhältlich, d.h. man erhält die hohe Sparsamkeit eines Laptops, aber gleichzeitig den Vorteil, dass Komponenten wie Speicher, Festplatte, usw. schnell und kostengünstig ausgetauscht werden können.

Eine weitere Alternative ist der Apple MiniMac, welcher bzgl. Leistungsaufnahme nicht zu übertreffen ist.

ausgeschaltet: 0,8 Watt
Ruhezustand: 3,2 Watt
Leerlauf: 18,3 Watt
CD und HDD Zugriff: 24,9 Watt
Vollast: 35,8 Watt

Wer einen sparsamen Computer für reine Office- und Internet-Anwendungen sucht, sollte sich diesen genauer anschauen.

Bei häufigem Gebrauch kann sich eine solche Investition schnell rechnen.

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Oft werden Kunden mit extrem günstigen Tintenstrahldruckern gelockt.
Doch diese sind nur in der Anschaffung billig - also Finger weg davon!

Druckt man häufig und viel, so entstehen hohe Kosten für neue Patronen und viel Müll durch die leeren Patronen.
Aber auch wenn man nur selten druckt, hat man Probleme: Die Tinte kann bei seltener Benutzung schnell austrocknen. Da vergeht einem schnell die Lust!
Laserdrucker lohnen sich daher immer, auch wenn diese in der Anschaffung mehr Geld kosten.

Weiterer Vorteil: Laserdrucker drucken schneller und das Druckbild ist oft besser.

Zusammengefasst die Gründe, weshalb man Tintenstrahldrucker meiden sollte:
  • Die Hersteller finanzieren ihre günstig angebotenen Drucker über die superteuren Nachfüllpatronen
  • die Tintenpatronen bei einem neugekauften Drucker sind oftmals nicht komplett gefüllt!
  • Bei der Düsenreinigung kann bis zu 10% der Kapazität der Druckerpatrone draufgehen.
    Doch leider startet diese Reinigung bei vielen Druckern beim Einschalten vollautomatisch. Insbesondere wenn man nur selten etwas druckt kann die Tinte schnell eintrocknen und bei der anschließenden Reinigung geht dann auch viel Tinte unnötig verloren
  • Nachfüllpatronen von Fremdherstellern, die natürlich günstiger als die Originale sind, laufen oftmals nicht im Drucker.
  • Zusatzprogramme, die angeblich Druckkosten einsparen würden, bringen nicht sehr viel und man braucht sie auch gar nicht! Denn in Windows selbst gibt es die Option "Entwurf", bei der schon pro Druck die Hälfte an Tinte eingespart werden kann
  • 1 Liter Tinte kostet umgerechnet 500 Euro bis 1000 Euro!


Übrigens benötigen Laserdrucker während des Druckvorgangs mehr elektrische Energie als Tintenstrahldrucker, doch die dadurch enstehenden Mehrkosten sind vernachlässigbar, da sie sehr gering sind.

Einige Tonerkartuschen sind übrigens direkt nachfüllbar, falls diese einen Stopfen besitzen. Dieser kann direkt sichbar oder an einer Seite versteckt sein. So lässt sich bares Geld sparen, da Toner in einer Flasche um einiges günstiger als eine neue Tonerkartusche ist. Dreck und Tonerstaub sind komplett vermeidbar, falls die Tonerflasche über einen spritzenähnlichen Aufsatz verfügt.

Was man auch beachten sollte: Drucker nach dem Betrieb ausschalten! Am besten per Steckerleiste, da viele Drucker leider keine richtigen Netzschalter besitzen. Insbesondere Laserdrucker können im Standbybetrieb eine hohe Leistungsaufnahme ("halten der Betriebstemperatur" aufweisen.
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Ich hatte 2004 die Idee, dass ich mir etwas besonderes leisten könnte. Da mir mit der Zeit mein Bildschirm zu klein wurde und er stark flimmerte, kam ich auf die Idee, mir einen Flachbildschirm zuzulegen.
Der Preis von 348 Euro war hoch, aber ich wollte etwas besonderes besitzen :-)
Das Gute: Er benötigt 60 Watt weniger Leistung als mein alter Röhrenmonitor!
(alter 17 Zoll Monitor: 80 Watt, Flachbildschirm nur 20 Watt)

Die Preise für TFTs sind inzwischen stark gefallen. Dennoch dauert daher sehr lange, bis sich die Anschaffungskosten amortisiert haben, wie das folgende Rechenbeispiel zeigt:
0,060 kW x 8 Stunden täglich x 365 Tage x 0,18 Euro/kWh = rund 31,54 Euro Ersparnis pro Jahr!
Setzt man für die Anschaffungskosten eines TFT 200 Euro an, hätte sich der Kauf in diesem Beispiel in 6,3 Jahren amortisiert.

Die Hintergrundbeleuchtungen von TFTs haben eine Lebenserwartung von ca. 50000 Stunden, also etwa 5,7 Jahre bei durchgehender Nutzung.
Bei hoher täglicher Nutzung kann sich der Kauf eines TFTs also lohnen. Andernfalls sollte man zuerst warten, bis der aktuelle Röhrenmonitor defekt ist und sich erst dann einen TFT als Ersatz kaufen. Man sollte nämlich bedenken, dass jeder TFT auch bei der Produktion eine große Menge Energie benötigt!


Wichtiger Hinweise:
Flachbild-Fernseher (LCD-TV) sind keinesfalls so sparsam wie TFTs. LCD-TVs benötigen meistens genausoviel - manchmal sogar mehr - Energie als vergleichbare Röhrenfernseher!
An dieser Stelle auch eine Warnung vor Plasma-Fernsehern: Diese benötigen meist bis zu 300 Watt - also lasst bloß die Finger von diesen "Heizungen"! Vorerst besser beim alten Röhrenfernseher bleiben.
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Die von Serverräumen (Server, Switches, Router,...) erzeugte Abwärme muss nicht ungenutzt in die Umgebung abgegeben werden. Sie kann dazu genutzt werden, Büroräume, Produktionshallen und weitere in der Nähe befindliche Gebäude zu beheizen.

Bei der Planung von neuen Rechenzentren sollte dies in Zukunft mehr berücksichtigt werden, um die Abwärme der Rechenzentren möglichst gut ausnutzen zu können.

Beispiel: Von Musikhaus Thomann erhielt ich die Information, dass das gesamte Thomann-Verwaltungsgebäude zu über 90% mit der Abwärme eines Serverraumes in Kombination mit einer Wärmepumpe beheizt wird.
siehe auch: http://www.coltinfo.co.uk/.../thomann
 













   © Andreas Morawietz   Stand dieser Datei: 01.11.2010 - 10:03