Heizungsanlagen





Rund 75% der im Haushalt benötigten Energie wird zum Heizen verwendet.
Aus diesem Grund sollte man die Heizungsanlage besonders im Auge behalten.
Einsparmöglichkeiten gibt es sehr viele - und das sogar ohne zusätzliche Kosten!
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Vielfach wird geglaubt, dass ein Thermostatventil am Heizkörper ein simples Ventil ist, wie in einem Wasserhahn, dass hiermit also lediglich die Durchflussmenge des Wassers eingestellt werden kann.
Doch ein Thermostatventil beinhaltet - wie sein Name andeutet - eine intelligente, mechanische Temperaturregelung, die folgendermaßen funktioniert:

Durch drehen am Thermostatventil wird die gewünschte Temperatur ausgewählt - nicht ohne Grund sind bei neueren Thermostatventilen grobe Temperaturangaben aufgedruckt.
Im Inneren des Thermostats befindet sich ein Temperaturfühler, oftmals ein mit Gas oder Wachs gefülltes Ausdehnungsgefäß. Je nach Raumtemperatur dehnt sich das Material aus bzw. zieht sich zusammen. Diese Längenänderung wird auf einen Stift übertragen, welcher wiederum eine Ventilspindel ansteuert. Diese Spindel regelt die Durchflussmenge des Heizwassers.

Da das Thermostatventil somit tatsächlich die Temperatur regeln kann, ist folgendes zu beachten:
  • Thermostate nicht voll aufdrehen
    Es bringt rein gar nichts, wenn beim betreten eines Raumes die Heizkörper komplett aufgedreht werden - um angeblich die gewünschte Raumtemperatur schneller erreichen zu können. Denn der Raum wird im Falle komplett aufgedrehter Heizkörper auch nach erreichen der Wunschtemperatur weiter aufgeheizt und somit unnötig Energie verschwendet. Nicht selten werden in überheizten Räumen fälschlicherweise sogar Fenster geöffnet, um wieder eine angenehmere Lufttemperatur herzustellen.
    Lösung: In den meisten Fällen reicht die Stufe 3 auf einer Skala von 1 bis 5 völlig aus und liefert konstant die gewünschten 20 bis 21 Grad Celcius Raumtemperatur.
  • Ein Thermostatventil muss problemlos von der Raumluft umströmt werden können
    Ist es durch einen Vorhang oder sonstige Möbelstücke verdeckt, so funktioniert die Erkennung der Raumtemperatur nicht korrekt! Das Thermostatventil muss stets ungehindert von der Raumluft umgeben werden können.
  • Thermostatventil beim lüften zudrehen! Lüftet man einen Raum, so ist das Thermostatventil auf jeden Fall komplett zuzudrehen. Sonst passiert folgendes: Die Frischluft von draußen kühlt auch das Thermostat ab. Es glaubt somit, dass es im Raum kälter als die eingestellte Wunschtemperatur ist und leitet mehr Heizwasser durch. der Heizkörper wird folglich wärmer. Da das Fenster jedoch zum lüften geöffnet ist, geht sehr viel Heizwärme durch das Fenster verloren.
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Eine elektrisch betriebene Wärmepumpe treibt einen Kompressor an, welcher Wärme aus dem Erdreich bezieht.
Zum Beziehen der Erdwärme gibt es verschiedene Möglichkeiten z.B. Flächenkollektoren, Tiefenbohrung, über Außenluft und über Grundwasser.
Diese Möglichkeit der Wärmegewinnung sollte man nur in gut gedämmten Häusern verwenden, da sonst die Wärmemenge nicht ausreicht.
Eine Solaranlage ist daher u.U. besser geeignet.
Man sollte daher auf jeden Fall eine Gesamtkostenrechnung machen und schauen, was wirklich günstiger und effektiver ist.
 


Durch die Solarzellen fließendes Wasser wird erhitzt. Diese Wärme kann anschließend für Warmwasser und Heizzwecke verwendet werden.
Ca. 60% des jährlichen Warmwasserbedarfs einer vierköpfigen Familie kann durch solch eine Anlage erzeugt werden!
Kleiner Nachteil ist, dass die Anlage im Winter nicht ausreichend Wärme erzeugen kann.
Daher kann auf eine herkömmliche Heizungsanlage nicht verzichtet werden.

Kosten: 4000 bis 5000 Euro für eine übliche Anlage eines 4-Personenhaushaltes

Förderung von Solarkollektoren:
(alte Konditionen bis 15.10.2006!)

bis 200 m² Fläche:
105 EUR/m² für Anlagen zur Brauchwassererwärmung.
135 EUR/m² für Anlagen zur zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung.

über 200 m² Fläche:
Je angefangenem Quadratmeter über den 200 m² erhält man 60 €

Bei Erweiterung einer bestehenden Anlage bekommt man nur noch 60 € pro Quadratmeter angefangener Fläche.

Antragsformulare für Sonnenkollektoren

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   © Andreas Morawietz   Stand dieser Datei: 31.10.2010 - 15:15