Großgeräte und Industrie
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  • möglichst kurze Kabel verwenden
    Im Allgemeinen ist es ratsam, möglichst kurze Verlängerungskabel zu verwenden. Kabeltrommeln sollte man nur einsetzen, wenn es wirklich nötig ist. Denn jedes Kabel hat einen gewissen Widerstand, d.h. es fällt eine Spannung an dem Kabel ab und das Kabel erhitzt sich daraufhin.

    Wer sich dafür interessiert, kann den Widerstand eines Kabels und die daran abfallende Leistung ganz einfach selbst berechnen:

    Widerstand eines Kabels

    Beispiel:
    50 Meter Stromkabel aus Kupfer (Rho = 0,017 Ohm*mm²/m),
    1,5 mm² Querschnitt.

    R = 2 * 50m * ( 0,017 Ohm*mm²/m ) / ( 1,5 mm² ) = 1,13 Ohm

    Die Zahl 2 ist notwendig, da das Kabel Hin- und Rückleiter (Außenleiter und Neutralleiter) besitzt.

    Fließen nun zum Beispiel 10 Ampere, so fällt am Kabel folgende Leistung ab:
    P = I² * R = (10A)² * 1,13 Ohm = 113 Watt

    Es ist daher ratsam, Kabeltrommeln bei starker Belastung komplett abzuwickeln, um Brände in der Kabeltrommel zu vermeiden!
    Oft gibt es dazu auch Hinweise auf den Kabeltrommeln.
  • starke Verbraucher mit dicken Kabeln extra absichern
    Verbraucher über 2000 Watt sollten möglichst über 2,5 mm² Kabel angeschlossen werden. Dazu zählen u.a. Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler, usw.
    So steht den Geräten eine höhere Spannung zur Verfügung, da weniger Spannung am Kabel abfällt. Denn man möchte die Energie ja nicht im Kabel verheizen, sondern für die Geräte nutzen!
  • Netzfreischalter bringen nichts - stattdessen Hauptschalter installieren
    Netzfreischalter schaffen angeblich ein gesünderes Wohnklima und würden Energie einsparen. Doch diese Geräte sind oftmals überflüssig und benötigen unnötige Energie.
    Mehr dazu im folgenden Beitrag Netzfreischalter: nützlich oder sinnlos ?

    Stattdessen könnte man bei Neubauten in bestimmten Räumen einen Hauptschalter für die Steckdosen installieren.
    Schaltet man diesen aus, so sind alle Steckdosen in dem Raum außer Betrieb. Standby hat hier keine Chance!
    Insbesondere im Hobbyraum, Waschküche, Küche usw. ist eine solche Installation sehr hilfreich. Denn sie kann nicht nur Energie sparen, sondern auch die Brandgefahr um einiges vermindern. Zudem wäre er als Not-Aus Schalter verwendbar, um bei einer gefährlichen Situation (z.B. defektes Elektrogerät, eindringen von Wasser in ein Gerät, usw.) die Stromzufuhr direkt unterbrechen zu können.
    Man benötigt hierzu im Grunde nur einen handelsüblichen Lichtschalter, welcher ein Relais steuert. Dieses wiederum schaltet die Steckdosen. Direktes schalten der Stromkreise über einen Lichtschalter sollte man auf jeden Fall vermeiden, da diese nur für Lampen ausgelegt sind und die Ströme von starken Elektrogeräten nicht verkraften können!


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   © Andreas Morawietz   Stand dieser Datei: 04.03.2011 - 16:23