Photovoltaik - allgemeine Informationen


Allgemeines

Eine Photovoltaikanlage dient dazu, Sonnenlicht einzufangen und in Strom umzuwandeln. Der in den Solarzellen produzierte Gleichstrom kann anschließend in einem Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt werden. Damit könnte man direkt Haushaltsgeräte mit Solarstrom versorgen, jedoch ist es sinnvoller, den gesamten produzierten Strom in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen. Denn die Leistungsabgabe einer Solaranlage varriert je nach Tageszeit und Sonneneinstrahlung, man könnte die Photovoltaikanlage folglich nicht komplett ausnutzen bzw. es wäre zu bestimmten Zeiten nicht genügend Leistung vorhanden. Bei Netzeinspeisung hingegen fließt der Strom dort hin, wo er gerade benötigt wird.
Zudem erhält man bei Netzeinspeisung für die folgenden 20 Jahre hohe Vergütungen.

Bei Wochenendhäusern usw. ohne Verbindung zum Stromnetz ist eine Inselanlage sinnvoll, d.h. der Strom wird in Akkus zur eigenen Verwendung gespeichert. Damit lassen sich kleinere Pumpen, Lampen oder Radios betreiben.

Aktuelle Vergütungssätze für Netzeinspeisung

Einspeisevergütung 2007

Dachanlage:  0-30 kWp...............0,4921 € pro kWh
Dachanlage:  30-100 kWp.............0,4681 € pro kWh
Dachanlage:  > 100kWp...............0,4630 € pro kWh

Fassadenanlage:  0-30 kWp...........0,5421 € pro kWh
Fassadenanlage:  30-100 kWp.........0,5181 € pro kWh
Fassadenanlage:  > 100 kWp..........0,5130 € pro kWh

Freilandanlage ...............................0,3795 € pro kWh



Einspeisevergütung 2008

Dachanlage:  0-30 kWp...............0,4675 € pro kWh
Dachanlage:  30-100 kWp.............0,4447 € pro kWh
Dachanlage:  > 100kWp...............0,4399 € pro kWh

Fassadenanlage:  0-30 kWp...........0,5150 € pro kWh
Fassadenanlage:  30-100 kWp.........0,4922 € pro kWh
Fassadenanlage:  > 100 kWp..........0,4874 € pro kWh

Freilandanlage ...............................0,3548 € pro kWh



Es besteht jährliche Degression von 5% bei Dach- und Fassadenanlagen, Wird also eine Anlage 2009 errichtet, so sind die Vergütungen entsprechend geringer (WertJahr2008 - WertJahr2008 * 0,05).

Bei den Freiflächenanlage beträgt die Degression ab 1. Januar 2006 sogar 6,5%.

Wichtig: Man erhält die Vergütung des Jahres der Inbetriebnahme für die folgenden 20 Jahre gezahlt! Je eher eine Anlage errichtet wird, desto mehr Gewinn ist demnach über die 20 folgenden Jahre erzielbar.


Quelle: http://www.erneuerbare-energien.de



Es gibt oberschlaue Leute, die behaupten, dass Solarzellen für ihre Produktion mehr Energie benötigen würden, als sie während ihrer kompletten Lebensdauer selbst produzieren könnten.
Wäre dies wirklich der Fall, würden wohl kaum großflächige Photovoltaikanlagen installiert werden oder?

Es wird zwar tatsächlich eine große Menge an Energie für die Produktion von Solarmodulen, besonders für die Erzeugung kristallinen Siliziums, benötigt. In der Regel kann in Deutschland mit einer Photovoltaikanlage in zwei bis sechs Jahren aber mindestens genausoviel Energie erzeugt werden, wie zur Herstellung benötigt wurde. Da ein Solarmodul jedoch eine Lebensdauer von über 20 Jahren hat, kann es ein vielfaches der Energie erzeugen, wie für seine Produktion benötigt wurde.
Zudem werden die Produktionsprozesse ständig verbessert, so dass hierbei in Zukunft weniger Energie benötigt wird.

Quelle: E-Mails von BP und SolarWorld AG
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Ja, sie lohnen sich. Der Mehrertrag der PV-Anlage durch die Nachführung übersteigt den Energiebedarf der Motoren und Steuerelektronik um einiges.

Per E-Mail erhielt ich von einem Mitarbeiter von solarthemen.de den Hinweis, dass beispielsweise der Elektromotor einer kleinen nachgeführten Anlage nur etwa 0,5 kWh an elektrischer Energie pro Jahr benötigen würde.
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   © Andreas Morawietz   Stand dieser Datei: 23.02.2009 - 17:39